Auszüge der Geschichte des Schützenvereins Grub am Forst 

Es war im Mai 1895. Die Wende zum neunzehnten Jahrhundert kommt immer näher. Grub hat um diese Zeit knapp 800 Einwohner. Der Ort gehört zum Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha und ist Grenzdorf zu Bayern. In diesem Mai fanden sich die Freunde am Schießsport Johann-Nicol Alex, Rudolf Kaiser, Wilhelm Jung, Bernhard Lindner, Christian Otto, Christian Wittmann und Robert Schilling zusammen um einen Schützenverein in Grub zu gründen.

 In diesem Zeitraum -1895- waren weitere überregionale bedeutsame Ereignisse z. B. Eröffnung des Nord-Ostseekanals, Kaiser Friedrich stirbt und das Hoftheater gibt ein Gastspiel in London.

 Um die Jahrhundertwende 19/20.Jh. wurde zunächst auf dem Schießstand am Renner geschosssen. Als Munition wurde die Patrone Cal. 22 short geschossen. Hierzu sei bemerkt , dass der Gruber Flurteil Renner sich dort befindet, wo heute die Gaststätte Rennerwald ist. In den Protokollen wird auch vom Schießen im Maaserschen Saale berichtet. Nach Lage der Dinge kann es sich dabei nur um Schießen mit Zimmerstutzen gehandelt haben. Da bei Ende des zweiten Weltkriegs alle Waffen abgegeben werden mussten, bleibt die Art der um die Jahrhundertwende benutzten Sportwaffen weitestgehend im Dunkeln.

 Am 27.8.1899 berichtet die Vereinschronik, dass der Schießstand eine „Umbauung“ erhielt.

 Im Jahre 1900 hatte der Schützenverein Grub a. Forst 61 Mitglieder. 1905 wurde das Schützengrundstück verkauft. Aus diesem Grund wurde auch die darauf stehende Hütte vom Verein zwangsläufig verkauft. Somit war das Schießen am Rennerschießstand endgültig vorbei. Es musste also wieder im Saale des Vereinslokals Maaser geschossen werden. Später stellte uns der Vereinswirt und Schützenbruder Maaser ein Teil seines Grundstückes im Oberdorf zur Verfügung. Dieses Terrain erlaubte die Anlage eines Schießstandes mit zunächst vier 50 Meter Bahnen und einen vorgelagerten Festplatz. Der Schießstand wurde im Mai 1912 eingeweiht. Mittlerweile zählten wir 146 Mitglieder.

 Der Mitgliederstand hatte 1920/21 einen neuen Höhepunkt erreicht. Der Verein zählte damals 164 Mitglieder, bei einer Zahl von 900 Einwohnern. Im Jahre 1925 wurde eine Vereinsfahne angeschafft, die im Juni des gleichen Jahres geweiht wurde. Der  Patenverein war damals der Schützenverein Frohnlach.

 Der Jahresbericht 1938 weist 128 Mitglieder auf. Nach dem Krieg fand am 1. Juli 1950 die erste Versammlung statt. Die Zahl der Mitglieder betrug nur noch 31, da der Gebrauch von Feuerwaffen zu diesem Zeitpunkt nicht erlaubt war. Doch schon zum Schützenfest 1953 wurde wieder mit Kleinkalibern auf noch 6 vorhandenen Ständen geschossen.

 1955 wird an das alte Schießhaus angebaut, so dass 10 Luftgewehrstände vorhanden waren.

 Als erste Frau meldet sich Gerda Klug, die Gattin des damaligen Vorsitzenden, 1956 im Verein an.

 Bei der Generalversammlung am 6.1.1969 stellte Gustav Klug sein Amt zur Verfügung. Die folgenden Neuwahlen brachten Hans Zapf  an die Vereinsspitze.

 1970 hatte der Schützenverein 75 jähriges Bestehen. Unter der Schirmherrschaft des damaligen Bürgermeisters Walter Höcherich wurde ein Schützen- und Volksfest gefeiert.

 Anlässlich der Jahreshauptversammlung 4.5.1978 wurde ein weiterer Schritt zur Schaffung eines neuen Schützendomizils getan. In dieser Hauptversammlung gab Bürgermeister Günther Kolb erstmals bekannt, dass eine neue Stätte für die Schützen in Aussicht stehe.

 Am 13.5. 1981 war es soweit, es wurde ein neues Schützenhaus unterhalb des Sportplatzes beschlossen. Am 7.12.1983 wurde die Baugenehmigung von der Behörde erteilt. Am 1.1.1986 erfolgte die eigentliche Einweihung der neuen Schießhalle. Am 01.05.1987 wurde dann das Gesamtprojekt mit einer würdigen Feier eingeweiht.

 Heute wird der Verein von Maria Lessig geführt. Der Verein hat ca. 140 Mitglieder

 

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